Die Kirchgemeinde Alt Jabel liegt in der Griesen Gegend und umfasst einen Bereich von 11 Dörfern (Alt- und Neu Jabel, Vielank, Tewswoos, Woosmerhof, Hohenwoos, Hohenwoos - Ziegelei, Woosmer, Schlonsberge, Benz, Briest und bis 1960 Quast) . Alt Jabel ist seit dem 13. Jahrhundert Pfarrsitz.
Um 1256 wurde die Feldsteinkirche im Rundbogenstil erbaut. Die Michaeliskirche diente bis zum Bau der neuen Kirche 1908 als Gotteshaus für die Dörfer der Kirchgemeinde Alt Jabel. Dann wurden Dachgeschoss und der hölzerne Glockenturm abgetragen und das Ruinendenkmal der Zeit überlassen. Nach Instandsetzungsarbeiten an der Ruine lädt sie heute den neugierigen Besucher ein, sich auf eine Reise in die Vergangenheit zu begeben und Gottesdienst zu feiern.
Zur Michaeliskirche gehörte seit dem 13.Jdt. für Jabel, Redefin und Lübtheen der Michaelisfriedhof. Die Gutsbesitzerfamilien von Treuenfels und von Pentz, welche die Kirchenpatrone waren, hatten ihre Grüfte in der Michaeliskirche. Der alte Friedhof neben der Neogotischen Kirche wurde 1912 angelegt. Der neue Friedhof (Birkenfriedhof) wurde nach Plänen von Kantor Burmeister 1932 geweiht. Hier fanden nach 1945 viele Flüchtlinge ihre letzte Ruhe.
Der Wendenwall wurde vor ca. 1000 Jahren von unseren slawischen Ahnen als Verteidigungswall aufgeschüttet. Von hier aus konnten die Slawen die Südseite von Jabel, das auf deutsch Apfelbaum heißt, gut einsehen. Im Nordosten bildeten die Moore (Hohenwoos=hohes Moor, Tewswoos=tiefes Moor) einen natürlichen Schutzwall. Der westliche Teil des Walles wurde 1907 beim Bau der Neuen Kirche abgetragen
.Die neugotische Kirche wurde 1907/08 nach den Plänen des Architekten Pries aus Schwerin erbaut und am 25. Oktober 1908 im Beisein des Großherzogehepaares Friedrich Franz IV. und Alexandra von Pastor Wüstney geweiht.
In Woosmer, das bis 1984 zur Dömitzer Kirchgemeinde gehörte, wurde 1963 eine kleine Kirche erbaut. Durch die Mitarbeit der
Woosmeraner und die Hilfe des Gustav-Adolf-Werkes wurde dies zur DDR-Zeiten möglich.
Der Glockenturm wurde 1986 errichtet.