Dei Düwelskuhl bi Wittenborg

De Scheid twüschen Wittenborg und Dreilützow leig früher in Rusch und Busch und würd Düwelswinkel nennt, wieldat sick dor nachts dei Bös' rümdriewen dehr. Wenn hier nah Sünnenunnergang einer vörbigahn dehr, würd hei upheckt urrer wenigstens wehr hei sick irgend einen Schawwernack mauden. Dei Wischen an dei Grenz hier hörten denn' Buern Möller ut Wittenburg.

Dei harr am meisten ünner denn' Bösen tau lieden. Vör allen, wenn siene Lüd in ehr Etenkiepr ehr mit Eier beleggtes Borrerbrot urrer Eierkauken harden, denn leut hei dei Lüd taufräden, mäuk sick äuwer mit grote Gier äuwer dei Etenkiep her, denn Eierspiesen und Pannkauken wehren sein Liewgericht.
Dat markte sick dei Buer un sünn sick ne List ut. Hei grawte dicht an dat Buschwark 'ne Kuhl. Woll teihn Faut deip, hängte dor 'nen Hoppensack rin, wo hei ümmer poor gaude Eierkaukenrinleggt hard. Andern Dag wehr dei Sack lerrig. Denn tweiten Dag läd die Buer wedder poor Eierkauken rinne. Wedder wehren sei rutnascht. Denn drütten Dag mäuk dei Buer dat noch mal so. Nu läd hei sick aewer dicht dorbi up dei Luer. Dat wohrte nich lang'n , dunn würd dei Sack sick rögen. Die Düwel seit binnen und freit. Hei rasch hen, treckte denn' Sack tau und bünnen dicken Sackband üm un grawte em in dei Kuhl tau.
Dei Düwel füng erst an tau schimpen, dunn an tau wimmern und beden, hei süll em doch wedder rutlaten. Aewer Möller kenn kein Erbarmen. „Taugrawt wardst,” säd hei, „dat du Undiert an dei Siet kümmst.” Und so liggt hüt die Düwel in die Ird an die Grenz twüschen Wittenborg und Dreilützow, und dat Lock heit hüt noch Düwelskuhl.

Textsammlung Kantor Burmeister, Alt Jabel

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